Powerfußball: Gutes Geschäft

Profifußball bedeutet Geld, Macht und Ruhm.  Alle wollen es. Darwin, würde er aus dem Himmel herabblicken, würde seine reine Freude am Fußball haben, denn er bestätigt seine Theorie, „survival of the fittest“ (Überleben der Cleversten und Fittesten).  Das triff auf die Spieler zu, auf den Trainer und teilweise auf den Manager.  Alle drei Parteien verdienen sehr gut.  Die Manager haben die Macht über Trainer und Spieler, die Trainer über Spieler.  Eine klare Hierarchie. 

Im Powerfußball ist die Hierarchie auf den Kopf gestellt.  Die Spieler selbst haben die Macht.  Der Trainer, Fazilitator genannt, gibt den Spielern ihre Macht.  Der Manager erledigt das mundane Geschäft und hat nicht viel Macht.  Das Geld wird prozentual verteilt (siehe Vereinsfinanzen).  Der Ruhm bezieht sich mehr auf die Mannschaft, auf das Team, das ja als Einheit auftritt, als auf einzelne Spieler.

Alte Strukturen – Neue Strukturen

Die Vereinsstruktur, ausgedrückt als „Spielvereinigung“, „Union“, „Klub“, etc., ist eine alte Organisationsstruktur, die den wirklichen Gegebenheiten und dem Geschehen nicht mehr angepasst ist.  Tausend Vereinsmitglieder, die sich über Stunden in den Mitgliederversammlungen streiten, sind keine Struktur.  Sie sind eine Belastung, ineffektiv im Charakter, ineffizient in der Ausführung.  Die Vereinsstrukturen müssen erneuert und die Hierarchien umgedreht werden.

Der Fußball sollte nach den Prinzipien der freien Marktwirtschaft geregelt werden.  Klubs werden zu AGs, die kleinen Vereine zu privaten AGs (Kleiner Verein), die großen zu öffentlichen AGs (Großstadt AG).  Das heißt, in kleinen Vereinen halten in paar Dutzend Menschen die Aktien, in großen Vereinen geht man an die Börse.  Die Börse kommt ja langsam en vogue in Deutschland, die Scham über den Neuen Markt (ein Ausdruck und Produkt Deutschland’s größter Schwäche, des Finanzsektors, der einigermaßen freien Marktwirtschaft) wird überwunden.

Neues Denken

Es gibt in jeder Stadt, groß oder klein, „Macher“, Antreiber, Erschaffer, Führer.  Sie sollten – und dafür bekommen sie ein ihren Anstrengungen entsprechendes Aktienpaket – einige Mäzen dafür interessieren in einen der Fußballvereine zu investieren.  Diese kleine Gruppe von Investoren nehmen dann Besitz vom Verein und bauen ihn in einen Powerfußballverein um, nach dem Motto:  „Spieler werden gemacht, nicht gekauft“.  Also „machen“ die „Macher“ Spieler.  Sie strukturieren den Verein anders (Vereinsstruktur) und organisieren die Vereinsfinanzen

Sie erhalten nach einer gewissen Anlaufszeit jährlich 10% vom Rohgewinn.  Nach drei oder vier Jahren wird es immer einen Rohgewinn geben.  Er hängt vom Erfolg des Vereins ab.  Holen sie einen ausgezeichneten Fazilitator.  Sucht dieser die richtigen Spieler aus, kann der jährliche Gewinn beträchtlich sein.  Ein lokales Geschäftsmodell lässt sich leicht erstellen, und die Chancen sind ausrechenbar.  Die Mäzen oder Großaktionäre können ihre Aktien, wie es Finanzinvestoren ja auch tun, jederzeit verkaufen.  Sie können ihre Aktien auch vererben und das Geld im Ort halten.  Viele neue, mundwässerige Möglichkeiten. 

Der Powerfußball könnte der Antrieb sein, dass der Fußball sich vom starren Denken löst.  So könnte eine Heimmannschaft auch für die örtliche Heimat spielen.  Denn eine enge Powerfußballelf wird nach einigen Jahren Training eine gegenwärtig hochklassige Legionärs-Elf mit Leichtigkeit schlagen.  Es ist wie immer und überall in der Welt:  gut System bringt gut Gewinne.

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