Einen Amateurverein übernehmen

Für Heuschrecken (vielleicht wie Sie oder Sie und Ihre gleich gesinnten Freunde?), die Herr Müntefering abstoßend und unsozial findet, die aber in Wirklichkeit eine nützliche Rolle auf dem globalen Spielplatz spielen (sehen Sie, wie oft das Wort „spiel“ aufkommt, also das Leben als Spiel, keine schlechte Definition), sind Amateurvereine ein gefundenes Fressen. Sie können diese Vereine leicht übernehmen, entweder indem Sie den Mitgliedern etwas Cash bieten oder indem Sie ihnen auf Jahre hinaus freien Eintritt gewähren oder beides. 

Wie geht das?

Amateurvereine haben den Vorteil, dass sie nur eine Stufe vom bezahlten Fußball entfernt sind. Sie brauchen eigentliche nur Initiative zu haben und gar kein Kapital. Die Initiative ist Ihr Kapital. Andere, sagen wir 30 oder 40 Interessenten, kaufen Aktien. Warum würden sie das tun? Weil sie damit über die Jahre gutes Geld verdienen können. Denn den Aktionären gehört der Verein. Der Verein gibt zwar die ersten zwei oder drei Jahre mehr aus, als er einnimmt, aber dann wendet sich das Blatt und der Aktienwert könnte eventuell ein Vielfaches der Einlage wert sein. Denken Sie an Chelsea oder ManU. Diese Leute rechnen in Milliarden.

Ja, aber wir doch nicht, werden Sie sagen. Natürlich nicht, ist die Antwort. Dafür haben Sie ein ganz neues Konzept: den Powerfußball. Innerhalb von 3 bis 5 Jahren werden Ihre Jungs besser sein als der zusammengewürfelte Verein von Fremdenlegionären, der sich Chelsea nennt. Wie werden sich dann die Werte verändern! 

Anwendungsmöglichkeiten

Denn mit dem hier vorgeschlagenen Konzept können sie vielfältig operieren. Sie können z.B. auf dem Land anfangen, dann in die Stadt ziehen. Stadien werden gemietet heutzutage. Fans sind schnell zu haben: Gewinnen sie ein halbes Dutzend Spiele mit Resultaten wie 15:2, 12: 6 oder (schweres Spiel) 9:2 – und das Stadion wird – bei der Begeisterung des Volkes für den Fußball – voll sein. 

Sie können sogar ins Ausland ziehen und mit Ihren Spielern für ein paar Jahre für den F.C. Shanghai spielen. Symphonie Orchester, Ballett Companies, Theatergruppen etc., kurz, alle Entertainer ziehen ja auch in der Weltgeschichte herum. Warum sollten Sport-Entertainer es nicht tun? Anderes, weiteres, globales Denken ist gefordert. Vielleicht spielt Ihr Verein ja für ein Jahr für den verrunzelten AC Mailand? Oder für New York? Oder den FC Tokio?

Im Voraus handeln

So wird es eines Tages sein. Die Welt wird immer offener. Die Namen der Besitzer von Institutionen werden sich fortwährend ändern. Der Profifußball wird ähnlich agieren. Nur muss man früh bereit sein, die Chancen zu nutzen, und nicht wie die deutsche Autoindustrie Vans und SUVs – zwei Dutzend Jahre nachdem sie erfunden wurden – bauen, gerade dann, wenn sie wieder aus der Mode geraten. Augen weit öffnen!

Der deutsche Profifußball ist ein Übernahmekandidat! Oh Schrecken, wenn sich dort noch die Heuschrecken einnisten. Die Engländer sind uns um einige Jahre voraus. Die Italiener hinken hinterher und haben große Probleme. Die Spanier nicht minder. Alles wankt und wackelt. Es geht um die Macht und das Geld, wie es die Großbetriebe und die Politik uns vormacht  Auf, auf! Mut haben. Anders denken. Schnell handeln. Die gegenwärtigen Klubs aushebeln. Kaufen! Der Preis in den unteren Gefilden ist erschwinglich. Die oberen Gefilde fallen von allein.

Handeln

Außer Aktionären – und Geld, das gern angelegt werden möchte, gibt es in Deutschland genug – brauchen Sie nur drei andere Sachen richtig zu machen. Einen guten Fazilitator aussuchen (Frauen sind besser geeignet als Männer), einen soliden Manager (den Sie auch feuern können, wenn er nicht nach Ihren Wünschen performt (übrigens eine gute Sekretärin würde diese Funktion genauso gut erfüllen) und 22 junge Leute (das Motto ist, Spieler werden gemacht; also werden sie viele junge Spieler finden). Die Suchkriterien für diese 24 Menschen sind unter Spieler gesucht angegeben. Ran an die Sache! 

Journalisten und Berichterstatter gesucht

Vor allem Journalisten könnten hier etwas bewegen. Sie könnten zum Katalysator werden und finanzkräftige Interessierte oder Interessengruppen mit einbeziehen. Warum immer drüber schreiben; einen Klub zu leiten, bringt viel mehr Spaß und ist lukrativ, wie die gegenwärtigen Manager Ihnen bezeugen können.

Es gibt 50.000 Vereine. Suchen Sie sich einen aus, einen, der aus Ihrer Sicht die größten Chancen auf Erfolg hat. Arrangieren Sie die Finanzierung durch lokale Größen. Die heutigen Bundesliga-Klubs sind leicht zu schlagen. Fremdenlegionäre sind zwar harte Burschen, aber dem blitzschnellen Spiel des Powerfußballs haben sie nichts entgegenzusetzen.

Nur Mut. Das Risiko ist gering, das Leben kurz. 

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