Tageskapitän

Jeden Tag wird ein anderer Spieler Tageskapitän.  Er leitet alle Aktivitäten, von früh bis spät.  Für einen Tag.  Er leitet, wie der Fazilitator – mit sanfter Hand.  Er sagt:  Sollten wir hier nicht ein wenig aufräumen?  Und fängt an aufzuräumen.  Er fragt, in der Passhalle:  läuft alles bestens?  Er leitet die Seminare:  Ist Gruppe A fertig?  Dann fangt mal an Jungs.  Der Tageskapitän ist eigentlich schon ein kleiner Fazilitator.

Auf diese Weise wird jeder Spieler im Führungswesen ausgebildet.  Sein Führungsstil ist jedoch nicht autokratisch.  Vielmehr wendet er den gleichen Stil an, wie der Fazilitator:  er hilft und ermöglicht.  Er stellt Fragen.  Er leitet das Seminar.  Er passt auf, dass es keine Engpässe in der Schusshalle und dem Pass-Karussell gibt.  Er leitet die Yoga und Tae Bo Übungen.  Er leitet das Powertaktik Seminar.  Er organisiert das Einzel- oder Mannschaftstraining, oder führt den Powerwalk an.  Er führt die Mannschaft aufs Spielfeld.  Er ist der tägliche Ansprechspartner.

So lernt jeder Spieler, Verantwortung zu tragen.  So besteht die Mannschaft nur aus verantwortlichen Spielern.  Der Fazilitator bleibt im Hintergrund.  Die Mannschaft leitet sich mehr oder weniger selbst.  Sie wird autonom, selbstständig. 

Der Tageskapitän ist auch verantwortlich, die Ergebnisse der täglichen Seminare zu summieren und eine schriftlich Zusammenfassung an die Spieler weiter zu geben, die dann in das Fußballbuch eines jedes Spielers kommen.  Dieses Buch, besser, diese Bücher, denn es werden einige sein, kann jeder Spieler als Ausgangsbasis für den Trainerjob nutzten, eine Laufbahn, die er nach seinem Rücktritt vom aktiven Spiel (um die 35 Jahre) antreten kann.

 

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