Aus Spielern Profis machen

Spiegel Überschrift:  „Yao Ming wird als Baseball  Superstar gefeiert.  Mit Zufall hat das nichts zu tun“.  Üben, üben, üben hat’s gebracht.

Alle Promi Profis, in allen menschlichen Bereichen, in allen Ländern unserer Erde, werden von ehrgeizigen und oft hervorragenden Lehrern ausgebildet.  Kein Einziger wurde als Star geboren.  Natürlich gibt es Einzelne, die sich selbst trainiert haben, oder die schon einem Verein angehörten und ihr eigenes Training „oben drauf“ setzten.  Lesen Sie nur von berühmten Baseball, Football, Basketball, Tennis, etc. Spielern.  Sie wurden berühmt, weil sie viel und lang, meist unter Anleitung, trainiert haben.

Warum tut das im Fußball keiner?  Weil die Trainer nicht wissen, wie man das macht.  Sie haben nicht sechs oder sieben Jahre damit verbracht, heraufzufinden, wie man anderen, insbesondere Erwachsenen, etwas beibringt.  Nein, falsches Wort.  Edukation ist das richtige Wort, „veraltet für Erziehung“, sagt der Duden fälschlicherweise.  Denn genau darum geht es:  etwas in jemanden herauszuziehen, was dort schon schlummert.  Es ist also ein Bewusstseinsprozess.  Education wird dieser Prozess in Nordamerika richtig genannt. 

Wie erzieht man junge Leute zu Top Profis?

Es ist weitaus schwieriger gute Trainer – ich nenne sie Fazilitatoren – zu finden als Top Profis „herzustellen“.  Im allgemeinen gilt:  haben Sie einen guten Fazilitator, kann er fast unendlich viele Top Profis entwickeln.  Aber wo findet man die?  Keiner der deutschen Fußballtrainer würde sich für die Rolle des Fazilitators qualifizieren.  Sie müssen „von drüben“ kommen, ich meine nicht aus dem Westen sondern aus Nordamerika. 

Qualifikationen:  B.A. (Psychologie), M.A. (Edukation), Ph.D. (Erwachsenen Edukation, Spezialisierung:  Transformierendes Lernen.  3 + 2 + 2 Jahre = 7 Jahre Uni.  Psychologischer Typus:  Extravertierte Intuition.  Praxis:  vielseitig; mit hohen Bewertungen von gegebenen Seminaren und Workshops.  Von 5 Bewerbern wird einer (besser eine) der/die Richtige sein.  Frauen können dies besser als Männer.  Gibt es solche Leute in Deutschland?  Nein. Ich habe solche Leute aber in Aktion gesehen.  Sie können aus einer Kolonie von Strafverbrechern Anwälte machen.  Oder umgekehrt.  Es sind Transformationskünstler.  Das Schicksal des Vereins, der sich so einen angelt, wird steil nach oben gehen, denn der gegenwärtige Fußball ist so schwach, in allen Belangen, dass es ein leichtes sein wird, alle Vereine zu besiegen.

Der Fazilitator (m. & w.) hat, wegen der Intuition, auch die Fähigkeit, aus 500 Spieler Anwärtern diejenigen herauszusuchen, die erstens die Einsetzungskraft haben, und zweitens die latenten Fähigkeiten, durch Ausbildung zu wirklichen Top Profis heranzureifen.  Dies gilt übrigens nicht nur für den Fußball, sondern für alle Sportarten. 

Herausforderung

Die Herausforderung ist, bewusst nach einem Top Fazilitator (wieder einmal das Wort Top) zu suchen, fündig zu werden, mit Hilfe von Sponsoren einen Amateurverein aufzukaufen und den Powerfußball anzuwenden.  Wer sollte einen steilen Aufstieg verhindern?  Der gegenwärtige Fußball?  Bestimmt nicht.  Es gibt keine Hindernisse.  Nie kann eine Ansammlung von jetzigen Stars (und wenn Chelsea noch einmal 500 Millionen ausgibt) eine 5 Jahre alte Powerelf schlagen!

Der gegenwärtige Fußball besteht aus einer langen Reihe von Schwächen.  Sie sind tief in den Psychen der Trainer und Spieler eingeritzt und können nicht gelöscht werden.  Daher ist der gegenwärtige Fußball passe.  Man wird ihn schnell vergessen.  Denn der Powerfußball ist so anders, das Spiel so viel schöner und gekonnter, die Torquote so hoch – dass keinem der Gedanke kommt, zurückzuschauen „auf die guten alten Tage“.

Nur, und das ist das Traurige an der Sache, was im Erziehungs- und Trainingswesen heute erfunden wird, dauert mindestens 20 Jahre, bevor es weit verbreitet angewendet wird.  Alle Vereine werden sich dagegen wehren.  Der DFB auch, denn er vertritt ja die Vereine.  Es bedarf einiger „Überflieger“, die Willen und Mittel haben, den Kampf gegen das Traditionelle aufzunehmen.  Das Gute dabei ist, dass sie – Aktionäre, Fazilitatoren und Spieler – dabei steinreich werden können.  Ist das nicht ein gebührender Anreiz?

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