Die Körperhaltung ändern

Was hält Ihr Gegenspieler von Ihnen? Benutzen Sie Ihre Körperhaltung um ihn und sich selbst, zu beeinflussen. Es ist eigentlich eine ganz einfache Sache, denn Ihre Körperhaltung hat eine direkte Verbindung zu Ihrem Gehirn, indem es Signale kommuniziert, die Ihre Mind (Psyche, Geist) anreizen. Wie Sie stehen und wie Sie sich präsentieren, kann auch Ihr Selbstvertrauen und wie andere Sie sehen sofort verändern.

Nehmen wir ein Beispiel. Peter ist ein ruhiger easygoing Verteidiger. Aber wenn er Fußball spielt, wird er intensiv und ändert seine Körperhaltung. Ob kalt oder warm, Sonne oder Regen, auch wenn er total erschöpft ist, sein Gesichtsausdruck und seine angenommene Körperhaltung schwanken nicht. Seine Botschaft an den Gegner ist: "Ich bin härter als du. An mir kommst du nicht vorbei." Sein kahlgeschorener Kopf und sein starrer Blick (wohl von den Boxern abgeguckt), direkt auf den Gegenspieler gerichtet, tun ihr Übriges.

Botschaft an die Psyche

Ihre eigene Körperhaltung und Ihr Aussehen kommunizieren eine Botschaft an Ihre Psyche. An der Universität von Kalifornien studierten Forscher Menschen, die leicht deprimiert waren. Sie alle nahmen eine besondere Körperhaltung ein. Sie hielten Ihre Köpfe gesenkt. Die Schultern waren eingezogen. Sie atmeten kaum. Ihr Gesichtsausdruck war leicht verstellt, und sie sahen bekümmert und enttäuscht aus. Auf der anderen Seite, Leute die glücklich waren, liefen erhobenen Hauptes umher. Ihre Schultern waren zurückgezogen. Sie blickten freundlich um sich. Sie atmeten tief und rhythmisch.

Die Forscher wiesen die leicht deprimierten Leute dann an, ihre Körperhaltung zu verändern. Sie mussten Ihre Schultern zurückwerfen, das Kinn hochhalten, die Augen geradeaus richten, ein Lächeln aufsetzen und tief atmen. Sie wurden angewiesen, diese Veränderungen für fünf Tage aufrecht zu erhalten.

Was meinen Sie passierte? Ein großer Teil ihrer Depression verschwand. Der Körperwandel sandte ein Signal an das Gehirn, ähnlich wie ein Thermostat, wenn man die Temperatur anders einstellt. Das Gehirn nahm zu der neuen Körperhaltung Stellung, ohne Fragen zu stellen und veränderte die Einstellung. Also, eine Änderung in Ihrer Körperhaltung kann viel in Ihrem Kopf bewegen. Wie macht man das am besten?

Ihre ideale Körperhaltung

Hier ist eine Übung, die Ihnen zeigen wird, wie stark Ihre Körperhaltung Sie beeinflussen kann:

Werfen Sie sich in einen Stuhl. Denken Sie an etwas Negatives, dass Sie bedrückt. Das Leben läuft nicht gut für Sie. Nichts geht, wie Sie es wollen. Sie sind ein Verlierer. Bleiben Sie bei diesen negativen Gedanken. Fühlen Sie sich in diese Rolle voll ein. Lassen Sie Ihrer Körperhaltung freien Lauf, sich auf Ihre negativen Gedanken einzustellen. Bemerken Sie, wie Ihre Schultern fallen, Ihr Gesicht länger wird. Sehen Sie, wie Ihre mentale Einstellung Ihr physisches Sein beeinflusst hat?

Jetzt werden wir ein paar Veränderungen vornehmen. Heben Sie Ihren Kopf. Richten Sie Ihren Blick geradeaus. Lächeln Sie ein wenig. Ziehen Sie die Schultern zurück. Atmen Sie tief und rhythmisch. Klatschen Sie die Hände dreimal zusammen. Strecken Sie die Faust in die Luft und sagen Sie laut: "Ja, das wird was!"

Als Nächstes, bemerken Sie Ihre Gedanken. Während Ihr Gehirn Feedback von Ihrem Körper bekam, hat sich Ihr Denken verändert? Als Sie Ihre Körperhaltung veränderten, haben sich nicht Kopf und Körper verändert?

Da Ihr Gehirn dreißig Mal mehr Blut benötigt als andere Organe in Ihrem Körper, müssen Sie sicherstellen, dass dem Fluss Ihres Blutes nichts im Wege steht. Körperhaltung kann die Zirkulation zum Gehirn beeinflussen. Wenn Ihre Körperhaltung also verschoben ist -- zum Beispiel, wenn Ihre Schultern gekrümmt sind und Sie einen Knick in Ihrem Nacken haben -- können Sie so einen Druck auf die wichtigen Arterien ausüben, die zu Ihrem Gehirn führen. Die Folge ist, dass Ihr Gehirn nicht genug Blut bekommt. So wird Ihr Denken unscharf, Sie können nichts richtig aufnehmen und vergessen Sachen.

Wissenschaftler haben entdeckt, dass sogar feine Veränderungen in Ihrer Körperhaltung, einschließlich Ihrem Gesichtsausdruck, Ihre Emotionen und Leistung beeinflussen können. So gibt es zum Beispiel 18 anatomische Arten zu lächeln. Jede Art von Lächeln sendet eine andere, messbare Botschaft ins Gehirn.

Beim nächsten Spiel beobachten Sie einmal die Körperhaltung Ihrer Mannschaft und die des Gegners. Wenn Sie gewinnen, ist Ihr Auftritt nicht ganz anders, als wenn Sie verlieren? Aber, sollten Sie nicht wie ein Gewinner aussehen, auch wenn Sie verlieren, besser, so dass Sie nicht verlieren? Wenn Ihre Mannschaft eine Gewinnerpose kultiviert, gleich ob Sie gewinnen oder verlieren, können Sie damit Ihre Leistung beeinflussen. Wenn Sie wie ein Gewinner aussehen, haben Sie das nächste Spiel schon halb gewonnen.

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