Anders laufen: Huschen

Ist Ihnen schon aufgefallen, dass fast alle Fußballprofis schon nach wenigen Minuten schweißnass sind?  Und dass sie eigentlich wenig laufen?  Dass sie nicht genug Kraft haben, sich laufend vom Gegenspieler zu lösen?  Dass sie selten in freie Räume laufen?  Auch, dass sie, wenn sie laufen, es mit großem Energieaufwand tun?  Sie laufen mit aller Macht, sie stampfen oft wie eine Herde Büffel.

Profis sind leicht erschöpft.  Sie sind meist zu schwer, um leicht laufen zu können.  Das stammt wohl vom falschem Essen und Trinken.  Die Spieler sind zu schwer.  Sie essen zu viel, dazu das Falsche.  Sie stampfen über das Feld, wenn sie laufen.  Sie brauchen auch lange Zeit, um Ihren Lauf zu stoppen, wenn sie einmal in Gange kommen. 

Haben Sie schon bemerkt, dass Profis sich oft eng decken lassen, um sich aufzuruhen.  Sie schubsen zwar ein wenig, aber sie laufen sich nicht frei.  Wenn Fußballprofis den Marathon laufen, werden sie zwar ins Ziel kommen, wenn sie lange für den Marathonlauf trainieren, aber nie an der Spitze.  Sie wiegen zu viel.

Sie laufen letztlich nicht viel.  Sie stehen meist.  Sie sind Positionsfußballer.  Sie bleiben in ihrem Positionsgebiet.  Sie können, physisch gesehen, gar nicht 90 Minuten lang laufen.  Sie sind zu schwer und verbrauchen beim Laufen zu viel Energie.

Huschen

Daher müssen die Spieler im Powerfußball anders leben.  Sie müssen Ihr Jugendgewicht behalten, fit und schlank bleiben.  Richtig essen, keinen Alkohol.  Den Fortpflanzungstrieb nicht zum Sex sondern zum Spiel nutzen.  Viel und regelmäßigen Schlaf.  Für den Beruf leben – die Berufsspanne beträgt ja nur 15 Jahre – und alles andere dem Beruf unterordnen.  Sonst kann man kein Weltklassespieler oder Schwimmer oder Tennisspieler oder Boxer werden.

Es gibt eine andere Art zu laufen.  Sie ähnelt einem Huschen.  Sie entspannen beim Laufen den ganzen Körper und nutzen nur die Muskeln, die Sie zum Laufen brauchen.  Dazu atmen Sie tief, in Rhythmen, die dem Lauftempo angepasst sind.  Also, wenn Sie langsame laufen, atmen Sie im 4-4-4 Rhythmus (4 Sekunden einatmen, 4 Sekunden den Atem halten, 4 Sekunden ausatmen).  Wenn Sie Luft einatmen, heben Sie den Diaphragma.  Wenn sie ausatmen, drücken Sie ihn nach unten.

Wird Ihr Lauf anderen ein wenig seltsam erscheinen, denn Ihre Schultern sind beim Laufen gesenkt, die Arme schlenkern ein wenig, der Körper ist leicht gebückt.  Die Haltung ist ähnlich wie vor dem Pass oder Schuss.  Bekommen Sie den Ball zugespielt, gehen Sie durch die zehnstufige Pass- oder Schussfolge (Passen und Schießen).  Im allerletzten Moment, setzen Sie dann die ganze durch die Entspannung aufgespeicherte Energie in den Schuss selbst. 

Laufen Sie entspannt, können Sie 2 x 90 Minuten lang spielen.  Ausruhen, wird es nötig, können Sie sich, wenn Sie verteidigen.  Die meiste Energie wird beim Angriff gebraucht, weil Sie sich dann kontinuierlich freilaufen, um den Pass, der zum Torschuss führt, zu erhalten.

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