Alles geht durch den Kopf

Alles geht durch den Kopf

Auch der Fußball.  Was sind die Implikationen von diesem kurzen Satz für den Fußball?  Sie sind immens.

Wie unter Mentales Training  festgestellt, kann man bei regnerischem Wetter bequem im Lehrstuhl sitzen und im Kopf ein ganzes Trainingsprogramm durcharbeiten!  Der Effekt ist der gleiche, als wenn man es auf dem Spielfeld mit Ball spielt.  Zum Beispiel können Sie hunderte von vorzüglichen Pässen schlagen, indem Sie den Ablauf eines perfekten Passes, einschließlich Körperhaltung, immer wieder visualisieren.  Denn, denken Sie an die Überschrift, ohne Kopf gibt es keinen Pass.  Daher ist Kopftraining, auch mentales Training genannt, genau so effektiv wie wirkliches Training.  Virtuelle Realität im Fußball!

Wird dieses Wissen gegenwärtig genutzt?  Nein, es gibt keine Beweise dafür.  Wenn es regnet spielt man eben nicht, sondern macht etwas anderes, oder fährt nach Hause.  Kennen Sie von einem Spieler, der abends vor dem Schlafengehen 200 Schüsse aufs Tor im Kopf durchspielt?  Warum ist mentales Training eigentlich nicht weit verbreitet? 

  • Geht Ullrich im Radsport jede neue Strecke viele Mal im Kopf durch?  Sagt er seinen Muskeln, wie sie sich am steilen Berg zu benehmen haben, wie es sich anfühlt, den Berg leicht und schwerefrei hinaufzuklettern, ohne Zeichen von Müdigkeit?  Wie er praktisch die ganze Tour de France schon ein halbes Jahr vorher täglich im Kopf durchgeht und immer als Sieger herauskommt?  Nur er weiß, was in seinem Kopf vorgeht.
  • Sieht sich ein Boxweltmeister Filme von seinem nächsten Gegner dutzende Mal an, um ihn genau zu studieren, damit er danach, Monate vor dem Kampf, abends mental mit ihm kämpft und auf überzeugende Weise bezwingt?  Möglich, aber nicht wahrscheinlich, denn der Boxsport steckt noch im Tiefschlaf.  Denn boxt er hunderte Mal erfolgreich gegen ihn, wird er es auch am Kampftag machen.
  • Spielt jeder Fußballer der Powerelf das nächste Spiel schon vier bis fünf Tage vor Spielbeginn abends im Bett oder während der Busfahrt mehrere Mal durch.  Alles läuft perfekt, der Spielfluss ist flüssig, alle Pässe kommen an, die Schüsse landen unhaltbar in den Torecken, es besteht eine perfekte Harmonie zwischen allen Spielern.  Jeder Spieler ist hochkonzentriert und gleichzeitig total entspannt.  Gibt es das?  Macht das ein Klub?  Wenn nicht, warum nicht? 

Mann könnte alle möglichen Sportarten hinzufügen, Bersteigen, Turmspringen, Bobschlittenfahren, Skirennen, Handball, usw.  Mentales Training ist schon seit Jahrzehnten bekannt, ist enorm powervoll, wird aber nur sehr selten angewendet.  Im Powerfußball ist mentales Training die Norm.  Nicht nur für körperliche Geschicklichkeiten, wie Pass und Schuss oder Körpertäuschungen.  Auch, durch Hunderte von Seminaren, für Attitüden, Haltungsmaßnahmen, Werte, Benehmensregeln, u.a. – alle auf das nächste Spiel ausgerichtet, damit es besser und besser wird.

Es kommt der Gedanke auf, dass die Macht der Vereinsfunktionäre, und ihre Gier nach Geld, sportliche Überlegungen überschatten.  Spieler zu kaufen und verkaufen, was mich stark and den früheren Sklavenhandel in Amerika erinnert, sind die Norm.  So verhindern die Funktionäre auch Teamarbeit, denn ein Team muss über Zeit aufgebaut werden und lange zusammenbleiben.  Trainer Anweisungen and die Spieler, wie „Ich will dass ihr heute wie ein Team spielt“, sind natürlich total idiotisch.  Macht und Geld schlagen den Sport und das Spiel ungefähr 10:1.  Ein dreifaches Hurra für die Fußballindustrie!

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