Wie kann der Trainer besser mit den Spielern kommunizieren?

Kennen Sie das Gefühl, im Ausland gestrandet zu sein, ohne die Sprache zu sprechen? Es ist ein äußerst frustrierendes Gefühl, sich nicht ausdrücken zu können. Im Fußball, einem Teamsport, sind Sie total auf die Kommunikation angewiesen, denn das Spiel selbst ist einfach: den Ball ins Tor zu schießen. Aber wie man das erreicht, bedarf dauernder Kommunikation: Für Sie beim Training, für die Spieler beim Training und Spiel. Man kann sogar so weit gehen, zu behaupten, dass, wenn Sie nicht gut kommunizieren können, Sie auch nicht richtig erfolgreich sein können. Kennen Sie das Gefühl, im Ausland gestrandet zu sein, ohne die Sprache zu sprechen? Es ist ein äußerst frustrierendes Gefühl, sich nicht ausdrücken zu können. Im Fußball, einem Teamsport, sind Sie total auf die Kommunikation angewiesen, denn das Spiel selbst ist einfach: den Ball ins Tor zu schießen. Aber wie man das erreicht, bedarf dauernder Kommunikation: Für Sie beim Training, für die Spieler beim Training und Spiel. Man kann sogar so weit gehen, zu behaupten, dass, wenn Sie nicht gut kommunizieren können, Sie auch nicht richtig erfolgreich sein können.

Typen von Menschen kommunizieren anders (sehen Sie bitte Kommunikation und Menschentypen). Man hat seinen eigenen Stil, meist von Geburt an, den man schwerlich verändern kann. Man kann sich zwar durch den Willen zwingen, mehr oder weniger zu sagen, aber wie man es sagt, die Reihenfolge der Worte, den man den Stil der Kommunikation nennen könnte, ist im Gehirn vorgeschrieben. Diesen Stil muss man finden, bewusst machen und polieren. Denn als Trainer müssen Sie in der Lage sein, Ihre Ideen und Vorstellungen so zu vermitteln, dass alle Spieler sie verstehen. Das ist oft nicht der Fall, auch wenn man die gleiche Sprache spricht.

Empfehlungen

  • Reden Sie alle Spieler bei ihren gewohnten Vornamen an, also nicht bei ihren Nach- oder Spitznamen.
  • Trainieren ist kommunizieren. Pflegen Sie also Ihren Kommunikationsstil.
  • Seien Sie leicht zugänglich. Durch diesen Akt allein fühlen sich Spieler sicher, denn sie wissen, Sie sind jederzeit erreichbar und können dann Dinge sagen, die sie vor der Mannschaft nicht sagen wollen.
  • Lösen Sie Probleme gemeinsam mit den Spielern. Stellen Sie Fragen. Leiten Sie das Gespräch in positive, konstruktive Bahnen. Vermeiden Sie es, Spielern Ihre Lösung aufzudrängen.
  • Lernen Sie zuzuhören. (sehen Sie auch Wie kann man besser zuhören?).
  • Verhalten Sie sich so, dass die Spieler Mut und Vertrauen haben zu Ihnen haben, damit sie es wagen, Sachen auszusprechen, die sie sonst zurückhalten.
  • Kümmern Sie sich besonders um Spieler, die introvertiert oder isoliert sind. Hier sollten Sie den Spieler aufsuchen und die Kommunikation beginnen.
  • Kommunizieren Sie so, dass jeder Spieler denkt, er sei Ihr besonderer Freund.
  • Kritisieren Sie nur konstruktiv. Wenn das nicht geht, sagen Sie nichts.
  • Seien Sie offen und entspannt, immer, auch auf der Bank. Es bringt nichts, umherzuhüpfen und zu schimpfen.
  • Geben Sie den Spielern zu verstehen, dass Sie von ihnen lernen können und wollen.
  • Unterstützen und ermutigen Sie besonders Spieler, die unter Druck stehen.
  • Halten Sie nichts zurück, tauschen Sie alle relevanten Informationen mit den Spielern aus.
  • Lernen Sie emotionale Situationen durch angebrachte Worte zu entschärfen.
  • Nehmen Sie schlechte Botschaften so wie gute an: auf gemäßigte Art und Weise.
  • Schlichten Sie Konflikte mit Umsicht. Betrachten Sie Konflikt als ein Problem, das gemeinsam gelöst werden muss.
  • Schüchtern Sie Spieler nicht ein, es hindert die Kommunikation.
  • So oft wie möglich, besprechen Sie Sachen mit Ihren Spielern, auch informell.
  • Bleiben Sie positiv, denn Sie erwarten ja auch von Ihren Spielern eine positive Einstellung.
  • Verlieren Sie nicht die Kontrolle über Ihre Gefühle, bleiben Sie sachlich und objektiv.
  • Loben Sie Spieler, wenn es angebracht ist; messen Sie mit einem Maß, haben Sie keine Lieblinge.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Körpersprache Ihrer Mundsprache nicht widerspricht.
  • Halten Sie viele Meetings, um Sachen zu besprechen.
  • Kultivieren Sie in sich einen Sinn für Humor; er geht Hand in Hand mit der positiven Einstellung.
  • Lernen Sie Empathie, die Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen, um sie zu verstehen.
  • Seien Sie immer respektvoll. So werden Sie auch respektiert.
  • Wenn Ihnen Worte fehlen oder Ihnen nicht leicht etwas einfällt, benutzen Sie Flipcharts. So sind die Worte schon da.
  • Variieren Sie Ihre Messages.
  • Sie selbst brauchen Meetings nicht zu führen; bitten Sie einen wortgewandten Spieler darum.
  • Benutzen Sie einfache Worte und kurze Sätze, wenn Sie kommunizieren; so verstehen auch Ausländer Sie besser.
  • Gebrauchen Sie positive Worte, um positive Erwartungen hervorzurufen.
  • Setzen Sie nichts voraus, erklären Sie von vorn.
  • Reden Sie nicht die meiste Zeit mit Ihren Stars.
  • Machen Sie keine Versprechungen, die Sie nicht einlösen können.
  • Achten Sie auf Ihre Körpersprache: im Fußball zählt Sie für 50% der gesamten Kommunikation.
  • Wenn jemand einen Fehler macht, widmen Sie sich der Verbesserung, nicht dem Fehler.
  • Kritisieren Sie nie den Spieler, immer nur die Sache, die er falsch gemacht hat.
  • Stellen Sie viele Fragen. Gepaart mit gutem Zuhören kommen die richtigen Antworten zu Fragen oft vom Spieler.
  • Leiten Sie die Spieler dazu an, sich selbst konstruktiv zu kritisieren; so haben Sie mehr Zeit.
  • Haben Sie Verständnis für kulturelle Unterschiede; tolerieren Sie keine Vorurteile, von niemandem.
  • Noch einmal: Sie müssen unbedingt lernen, Ihre Emotionen unter Kontrolle zu halten, auch auf der Bank! Benehmen Sie sich würdig.
  • Auch noch einmal: kommunizieren Sie viel informell.
  • Am Ende einer Kommunikation: Fassen Sie das Gesagte noch einmal zusammen.

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