Wie man "tough" denkt

Neben der physischen Toughness (Zähheit, Stärke, Härte) gibt es auch eine mentale Toughness. Hier macht ein Spieler von Worten und Vorstellungen Gebrauch, die ihn an seine ideale Leistungsschwelle bringen. Das heißt, das Denken während des Spiels ist diszipliniert und wird von momentanen, positiven und toughness-bildenden Vorstellungen unterstützt. Die Sektion unter Spieler, Mentales Training, beschäftigt sich ausgiebig (in um die Hundert mentale Aspekte) mit diesem Thema. Was folgt ist für Sie eine Einführung in den Bereich des Mentalen beim Fußball. Das Beispiel ist Toughness.

Toughness-Denken verhindert Panik. Wenn es einmal wild zugeht, beruhigt es die Nerven. Wenn man einen schweren Fehler macht, findet man schnell seine Ausgeglichenheit wieder. Man gibt nicht auf, auch wenn das Spiel verloren scheint. Die Engländer können das schon sehr gut, aber die Amerikaner machen es noch besser.

Das Wort tough ist bei den Amerikanern beliebt und geachtet. Es bedeutet zäh, hart und widerstandsfähig zu sein, sich nicht unterkriegen lassen. Toughness-Training ist dort sehr geläufig, in allen Sportarten. Es hat als Ziel, die eigene Fähigkeit zu erweitern und mit allen Arten von Stress -- physisch, psychisch, und emotional -- besser umgehen zu können, damit man auf dem Spielfeld effektiver sein kann. Diese Methode hat man sehr fein ausgeklügelt. Ihr Wert ist durch zahlreiche Studien bewiesen. Toughness-Training perfektioniert die sportlichen Fähigkeiten eines Spielers und minimalisiert das Risiko von Verletzungen. Auch verhindert es emotionale Rückschläge.

Ein Ziel des Toughness Trainings ist es, eine schnelle Genesung von stressvollen Situationen zu bewirken -- während des Spiels, während des Trainings und zwischen den Spieltagen. Durch Toughness-Übungen werden Geist, Körper und Gefühle flexibler, mitgehend, elastischer und stärker. Spieler und Trainer lernen dadurch auch erkennen, ob zu viel oder zu wenig trainiert wird, wie man beides vermeidet, und wie man am Training Spaß und Freude haben kann.

Toughness-Training sollte individuell auf jeden Spieler zugeschnitten sein, denn jeder Mensch hat andere Zähigkeitsbedürfnisse. Es ist fast, als ob der Spieler sein eigener Coach wäre. Es ermöglicht einem Spieler, während des Spiels sein ideales Leistungsniveau bewusst einzuschalten und zu erreichen. Es verbindet die Leistung mit dem Selbst. Es bringt das wettbewerbsfähige Potential eines Spielers zum Vorschein. Ein Spieler, der tough ist, hat die Fähigkeit, ständig hohe Leistungen zu bringen, unter allen Umständen, günstig oder ungünstig.

Wie macht man das? Wie wird ein Spieler mental tough?

Methode

Die Methode ist einfach. Jeder Spieler entwickelt für sich selber einen Satz von Toughness Ausdrücken. An diese denkt er dann bewusst, wenn gewisse Situationen aufkommen:

  • Er ist verknotet, zu angespannt:
  • Entspann dich, Junge! Mach's locker.

  • Es läuft nicht gut für ihn, und er befürchtet, nicht wieder aufgestellt zu werden:
  • Behalt die Ruhe! Bleib bei der Sache! Konzentrier dich!

  • Das Spiel steht auf des Messers Schneide, er wird nervös:
  • Mensch ist es aufregend. Ich finde es toll!

  • Die Mannschaft steht mit dem Rücken zur Wand:
  • Dies ist wirklich tough. Aber wir sind viel tougher!

  • Er spielt so schlecht, sodass er sich am liebsten verstecken möchte:
  • Komm, das kannst du doch! Zeig es ihnen! Entspann dich und geh ran an die Sache!

Einfache Sätze. Eine einfache Methode. Aber enorm wirksam, weil die eingeübten Sätze einen anderen Zustand im Kopf auslösen, der sich positiv auf das Spiel auswirkt. Geist und Körper hören den Worten zu und nehmen sie zu Herzen. Jede Zelle im Körper hört die ermutigenden Worte und gehorcht und benimmt sich dementsprechend. So kann der Spieler Krisen bewältigen und sein Spiel steigern.

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