Konfuzius: Verhaltensregeln

 

Der deutsche Philosoph Jaspers sagt, es könne keinen Zweifel daran geben, dass Konfuzius zu den „maßgeblichen Menschen“ zählt.  Neben ihn nennt er nur noch Buddha, Sokrates und Jesus.  Er nannte keinen fünften. 

Was folgt, sind ausgesuchte Weisheiten, die uns beim Powerfußball helfen können.

  • Macht es denn nicht Freude, mit Ausdauer und unermüdlichen Fleiß zu lernen und zu trainieren?
  • Ist es nicht erfreulich, aus fernen Gegenden Seinesgleichen gefunden zu haben?
  • Ist es nicht ein vollendet tugendhafter Mensch, wer kein Unbehagen verspürt, wenngleich niemand Beachtung ihm schenkt?
  • Ein Höherstehender richtet sein Augenmerk auf das Grundsätzliche.  Hat er es verinnerlicht, entwickeln sich alle wirklichkeitsgerechten Verhaltensweisen von selbst.
  • Der Höherstehende ist vielseitig und unparteiisch.  Der Niedere ist parteiisch und einseitig.
  • Schöne Worte und schmeichlerisches Gehabe gehen selten mit wahrer Tugend einher.
  • Sei aufrichtig und wahrheitsliebend, überströme in Liebe zu allen, und pflege die Freundschaft
  • Ist der Spieler nicht in sich gefestigt, wird er sich keine Hochachtung verschaffen, und sein Lernen wird der Gründlichkeit entbehren.
  • Nimm Redlichkeit und Aufrichtigkeit zur obersten Richtschnur.
  • Schaffe dir nicht Freunde, die nicht Deinesgleichen sind.
  • Hast du Fehler, scheue dich nicht, sie abzuwerfen.
  • Gehe deinem Tun gewissenhaft nach und pflege die bedächtige Rede.
  • Handle zuerst, passe dann der Tat deine Worte an.
  • Das Rechte zu kennen und doch nicht zu tun, beweist mangelnden Mut.
  • Bei großen Siegen tritt man besser bescheiden auf.
  • Wer tugendhaft lebt, meidet den Streit.
  • Der edlere Charakter ist zufrieden und gelassen, der niedere jederzeit in Bedrängnis.
  • Der edlere Charakter kennt weder Besorgnis noch Furcht.
  • Die Gebote des Anstands sind es, die den Charakter festigen.
  • Nimm Treue und Aufrichtigkeit zur obersten Richtschnur.
  • Wer sich bei seiner Rede nicht Mäßigung auferlegt, wird es schwer finden, seine Worte wahr zu machen.

Das Leben einfach halten

Weniger ist mehr.  Einfach ist besser als kompliziert.  Auch im Fußball.  Große Spiele sind oft einfach: eine einfache Verteidigung und Angriff, eine einfache Strategie, ein einfaches Trainingsprogramm. Einfachheit unkompliziert nicht nur das Leben, Einfachheit zeigt auch den Weg zu hohen Leistungen.  Einfachheit bringt Harmonie hervor, innerlich und äußerlich. Einfachheit ist Freiheit. Sie macht den Kopf frei. Man kann sich so konzentrieren und bei der Sache bleiben.

Der Fußball ist ein einfaches Spiel.  Daher muss man es einfach halten. Aber Einfachheit ist nicht Simplizität. Um etwas zu vereinfachen, muss man es erst komplizieren, alle Teile sehen, sie dann nach Wichtigkeit und Zusammengehörigkeit aussortieren und wieder zusammenfassen. So entsteht Einfachheit. Die schönsten Momente im Fußball sind oft die klassischen: die einfachen und zur Zeit passenden.

Beim Fußball stehen Millionen auf dem Spiel. Der Druck der Millionen, gleich ob Euros oder Zuschauer, hat die Freude am Spiel genommen. Selbst das Training ist gegenwärtig kompliziert und stark beeinflusst von unserer westlichen Einstellung, dass mehr besser ist.  Aber die Liebe zum Fußball hat sich für viele Spieler nicht geändert. Sie spielen gern, auch mit dem Ball, wie früher, als sie jünger waren.  Diese Liebe und diesen Spaß muss man vor jedem Spiel wieder heraufbeschwören.  Darum geht es im Fußball, das wollen die Zuschauer sehen.  Der Rest ist Peripherie, Umrahmung, künstlich erzeugt, zwar von Wert und doch wertlos.  Denn das Spiel findet auf dem Rasen statt, zwischen zwei Mannschaften, die sich gegenseitig den Ball ins Tor schießen wollen und dabei Spaß haben wollen.

Glück, Freiheit und Erfüllung erringt man, wenn man seine Wünsche zügelt, nicht indem man sie erfüllt.  Weniger ist mehr.  Je mehr man zusammenrafft, desto mehr kann man verlieren.  Geben Sie Unwichtiges und Äußerliches auf.  Es bringt nicht nur nichts, es mindert die Lebensqualität. Finden Sie heraus, wie viel und was genug ist. Vereinfachen Sie Ihr Leben. Hier sind einige Ratschläge.

Machen Sie eine Liste:

“Brauche ich ___________ wirklich?”

“Wird es mich befreien wenn ich __________ weggebe?”

  • Geben Sie Kleidung, die Sie nie anziehen, einer wohltätigen Organisation oder direkt an Menschen in Not.
  • Vereinfachen Sie Ihre Diät.  Essen Sie nur, was gut für Sie ist, dazu noch wenig.
  • Setzen Sie ein einfaches Übungsprogramm für sich selbst fest.  Täglich schnell einen kleinen Berg auf und ab gehen, kombiniert mit ein paar Yoga Übungen, ist einfacher als ein Zimmer voller Maschinen zu haben.
  • Gehen Sie durch Ihr Haus und sortieren Sie aus, was Sie nicht brauchen. 
  • Seien Sie direkter in Ihrer Kommunikation.  Reden Sie über Wichtiges.  Geben Sie Geschwätz, Geplapper und Klatsch auf.
  • Sagen Sie weniger, und werden Sie ein besserer Zuhörer.  So verhindern Sie Komplexität durch falsche Kommunikation. 
  • Regulieren Sie die Lautstärke Ihres Telefons und Fernsehers.  Schalten Sie beide mal ab.  Seien Sie nicht immer erreichbar.  Ein Anrufbeantworter kann Ihr Leben vereinfachen.
  • Rekonstruieren Sie Ihre Freundschaften.  Sie brauchen nicht enorme Summen fürs Essen auszugeben.  Die Idee ist, zusammen zu sein und eine gute Zeit zu haben, nicht Küchensklave zu werden.  Gehen Sie zusammen spazieren, ins Theater oder Kino.
  • Wenn Sie trauern, krank sind, unter Stress stehen, innerlich nicht mit sich im Reinen sind – vereinfachen Sie Ihr Leben, indem Sie weniger tun.  Sagen Sie wenig, essen Sie wenig.  Seien Sie einfach ruhig.
  • Summa summarum, vereinfachen Sie bewusst Ihr Denken und Ihr Leben, so dass Sie sich voll auf den Fußball konzentrieren können, ungefähr 15 Jahre lang, bis sie sich selbst pensionieren, Fazilitator werden, oder den Beruf wechseln.

An die Ungläubigen & Zweifler

Wer sind die Ungläubigen? Gegenwärtige Fußballspieler, Fußballfunktionäre, Fußballtrainer,

Fußball-TV-Berichterstatter,  Fußballjournalisten und Fußballzuschauer. Kurz gesagt, fast alle Menschen. Glauben ist eine Sache der Erziehung, eine Angewohnheit. Man vertraut einer Sache, weil der Kopf etwas als wahr akzeptiert. Das „Wahre“ wird einem früh beigebracht. Kommt es zu spät, wie z.B. der Powerfußball, und sitzt der Glücksfußball erst einmal fest verankert im Kopf, bekommt man ihn sogar kaum mit der Brechzange raus. Menschen können fest im Gehirn eingebranntes Gedankengut einfach nicht löschen!

Das heißt, Gegenwartsfußballer, genannt Glücksfußballer, weil jedes Tor auf Glück und nicht auf Können basiert, können das, was sie jetzt bewundern, nicht mehr aus dem Kopf entfernen. Man kann sie nicht zu erstklassigen Powerfußballspielern umerziehen. Unser mentales Gefüge lässt es nicht zu. Daher das totale Unverständnis, ja Ablehnung des Neuen. Das trifft insbesondere auf Realitätstypen zu, also auf Menschen, die praktisch und faktisch veranlagt sind und sich nach eingefleischten Routinen richten. Man nennt es Tradition. Ich nenne es „von den Toten leben“, „Selbstverleugnung“, „durch andere leben,“ „den Sinn des Lebens misszuverstehen“, „sein Selbst nicht zu realisieren“, „Am Leben vorbei leben“. 

Realitätstypen wollen keine Veränderungen. Weder zum Guten, noch zum Schlechten. Warum? Weil das, was ist, für sie die wahre, die einzige Wirklichkeit ist. Sie haben wenig oder gar kein Vorstellungsvermögen, weil sie ausschließlich im Hier und Jetzt leben. Daher lehnen sie den Powerfußball ab. Sie werden ihn nur dann annehmen, wenn er eines Tages zur Norm wird. Dann eröffnet sich für die „Realos“ eine neue Wirklichkeit. Aber eben nur dann. Daher die unwirsche Ablehnung des Powerfußballs auf fast allen Ebenen. So verständlich und doch so ermüdend.

Aber es gibt Menschen, die genauso zukunftsorientiert, wie andere gegenwartsorientiert sind. Zu denen gehöre ich. Die Vergangenheit interessiert mich kaum. Es existierten damals ganz andere Menschen, unter ganz anderen Umständen. Auch die Gegenwart interessiert mich kaum. Ich sehe mit meinem linken Auge, was ist, und mit meinem rechten, was sein könnte. Das bezieht sich auf alles im Leben. Was sein könnte ist für mich ein brennendes Anliegen. Das ist mein Los auf Erden, schicksalsbestimmt.

Zurück zum Fußball. Die Ära des Dreiersystems und des Positionsfußballs geht dem Ende zu. Das System ist über 50 Jahre alt. Es ist an der Zeit, es zu begraben. Es hat seine Pflicht getan und viel Freude gebracht. Aber es ist nur nicht mehr zeitgemäß. Alte Systeme müssen neuen eventuell weichen. Und das neue System heißt Powerfußball.

Power heißt ja Wucht, Macht, Kraft. Im Powerfußball wird der Ball nicht geschossen, sondern geknallt. Die Zuschauer hören den Knall, wenn Fuß und Ball sich treffen. Woher kommt das neue Geräusch? Es kommt aus der neuen Schuss und Pass Technik. Und aus dem Chi.

Stellen Sie sich einen 17 jährigen vor. Er hat noch nie Fußball gespielt. Sein Gehirn ist noch nicht belastet, vorprogrammiert mit falscher Information. Dieser junge Mann, oder diese junge Frau, ist das Rohmaterial für den Powerfußball. Bevor er den Fußball berühren darf, wird er für zwei Monate lernen (im Seminarraum, nicht auf dem Spielfeld), wie man einen Ball mit der Innenseite und dem Innenriss bewegt. Dazu kommt Chi. Im letzten Bruchteil der Sekunde, in der Fuß und Ball sich treffen, wird eine zusätzlich Energie eingesetzt, die den Ball noch schneller vorantreibt.

Also, wir formen im Gehirn sozusagen auf bracher Erde zuerst einen kaum sichtbaren Trampelpfad. Daraus machen wir dann, über Jahre, durch ständige Wiederholung und Perfektion, eventuell eine Autobahn, die unlöschbar ist und die der Spieler ohne zu denken automatisch anwendet.

Dieses theoretische Wissen, die Eingravierung der beiden Schussvorgänge im Gehirn, wird dann in der Schusshalle und der Passhalle in perfekte Torschüsse und Pässe umgesetzt. Täglich 200 Schüsse und 300 Pässe, je in einer halben Stunde Trainingszeit, werden nach drei Jahren Übung zu Traumpässen und einer bisher ungeahnten hohen Torquote führen. Jeder Spieler kann den Ball dann beidbeinig aus 30 oder 40 Metern beidbeinig in eine der vier Ecken des Tores knallen. Der 16-Meterraum wird selten betreten, er wird unwichtig, vielleicht sogar abgeschafft, werden. Pässe werden im one-touch in den Lauf desjenigen Mitspielers weitergegeben, der von allen Spielern die beste Chance hat, erfolgreich aufs Tor zu schießen. Das ist eine Kunst. Der Ball wird also bei jedem Angriff blitzschnell über drei bis fünf Stationen steil nach vorn gespielt, bis er im gegnerischen Tor landet.

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