Vergleich:
Gegenwartsfußball (G) und Powerfußball (P)

Powerfußball ist dem Gegenwartsfußball in allen Aspekten überlegen: Fußballspiel auf höherem Niveau.  Der Spielverlauf ist interessanter, vielseitiger, abwechslungsreicher und voller Überraschungen.  Es werden mehr Tor geschossen.  Vereine,  die den Powerfußball spielen, werden Vereine mit Gegenwartsfußball  in jedem Spiel klar schlagen.  Jeder Verein der Powerfußball spielt hat die Möglichkeit  durch erstklassige Trainingsmethoden und mit eigenem Nachwuchs ganz oben mitzuspielen.

Bemerkung

Jürgen Klinsmann hat „von drüben“ Ansätze mitgebracht, die zur Anhebung der Nationalmannschaft bei der WM geführt haben.  Schon hier jubelten die Massen  Von dem, was zu wissen und anzuwenden ist, war jedoch nur einen Prozent zu erkennen.

Spielerauswahl

Gegenwärtig:  Top Spieler werden für viel Geld gekauft, was die meisten Vereine finanziell stark belastet.  Man hofft zwar auf Stars aus dem eigenen Nachwuchs, aber diese bestehen selten den Test der Zeit.  Obwohl der DFB über sechs Millionen aktive Spieler hat, mehr als fast jedes andere Land, ist es eigentlich ein Armutszeugnis für das eigene Trainingsprogramm, dass die meisten Spieler gekauft werden müssen.  Auch werden Spieler für bestimmte Positionen gekauft, gleich, ob sie zu den anderen Spielern passen oder nicht.  Sie müssen sich sofort beweisen, um ihre Kaufsumme zu rechtfertigen.  Sie können daher nie effektive Teamspieler werden, denn sie müssen sich selbst darstellen und kümmern sich nicht viel um ihre Mitspieler.

Powerfußball:  Wie in allen professionellen Bereichen, werden auch im Powerfußball Spieler „gemacht“.  Schnelle, spritzige, zähe Spieler werden gesucht, ausgewählt nach bestimmter Typologie, auch ohne bisherige Fußballerfahrung, die dann in Fußballprofis umgewandelt werden.  Nie wird ein Spieler dazugekauft, es sei denn, er ist ein Powerfußballer, da er sich nahtlos einfügen kann. 

Spielerlehrzeit

Gegenwärtig:  Spieler werden gekauft und spielen sofort.  Sie nehmen dann am regulären Training teil.  Spieler aus der eigenen Jugend werden ausprobiert, oft bei Freundschaftsspielen und gegen schwache Gegner eingesetzt, um zu sehen, ob sie überzeugen können.  Ihr fußballerisches Wissen lernen sie im Laufe ihrer jungen Jahre von den verschiedenen Jugendtrainern.

Powerfußball:  20 bis 22 junge Spieler, durchlaufen eine dreijährige Ausbildung, gefolgt von einer zweijährigen Meisterzeit.  Sie verfolgen also eine Karriere.  Sie arbeiten 40 bis 50 Stunden die Woche an ihrem Beruf.  Während der Lehrzeit bleiben sie zusammen.  Im Idealfall bleiben sie auch nach den Meisterjahren bis zum Karriere-Ende zusammen.  So wachsen sie automatisch zu einem Arbeitsteam zusammen, das ihresgleichen sucht.

Taktik

Gegenwärtig:  Das gegenwärtige Dreiersystem, z.B. 4-3-3, 4-4-2, in den Medien vor dem Spiel bekannt gegeben, basiert auf Positionsfußball ist uralt, überholungsbedürftig und langweilig.  Das System ist dafür verantwortlich, dass das Spiel so voraussehbar und einfallslos ist.  Diese mechanische Taktik fesselt die Spieler und ist dafür verantwortlich, dass so wenig Tore fallen und dass sich kein schönes, schnelles Spiel entwickeln kann.  Diese Taktik wird zumeist auf dem Spielplatz geübt, was wenig bringt, denn, was geübt wird, entspricht selten der Wirklichkeit.  Typischerweise erhalten Spieler in den Top Vereinen schriftliche Rollenbeschreibungen, in denen ihnen genau aufgeführt ist, welcher Raum ihnen zugeschrieben ist, bei Angriff und Verteidigung, und wo sich ihre Räume mit denen ihrer nächsten Mitspieler überschneiden. 

Powerfußball:  Im Powerfußball ist jeder Spieler zugleich Verteidiger und Angreifer.  Das taktische Prinzip ist organisch, basiert auf Raum und Zeit.  Jeder Spieler steht zu jeder Zeit optimal zum Spiel.  Das ist das Trainingziel der Taktik.  Um dieses Ziel zu vermitteln, verbringen die Spieler jeden Arbeitstag ein bis zwei Stunden im Seminarraum. 

Der Torschuss

Gegenwärtig:  Die Torausbeute ist mager.  Warum?  Spieler, auch Top Stars, haben es nicht gelernt, Tore zu schießen.  Roberto Carlos, zum Beispiel, schießt zwei oder drei Mal im Jahr spektakuläre Tore.  Den Rest der Zeit, schießt er den Ball hoch in den Himmel oder auf den Torwart.  Der Torwart scheint eine große Anziehungskraft zu haben.  Der Grund für die Torarmen Ergebnisse ist, dass Spieler die Technik des Schießens nie richtig gelernt haben.  Auch wird das Tore Schießen nur mäßig geübt.  Der Co-Trainer steht an der Seite des 16 Meterraums und spielt den Spielern den Ball zu, die ihn dann aufs Tor knallen.  Wie es gerade kommt, ohne System, ohne Technik.

Powerfußball:  Mit bestimmten und ausgefeilten Techniken schießen die Spieler dann täglich beidbeinig mindestens 300 mal aufs Tor.  Dazu kommen besondere mentale Trainingsmethoden, so dass ein Powerfußballspieler etwa 100.000 mal im Jahr aufs Tor schießt.  Durch das Chi Konzept wird der Ball zusätzlich mit doppelter Kraft geschlagen.  Kurz, jeder Spieler wird aus 30 oder mehr Metern denn Ball beidbeinig so aufs Tor schmettern können, dass jeder zweite Schuss in ein Tor resultiert.

Der Pass

Gegenwärtig:  Das Passspiel, dass die Spieler jedes Wochenende vorführen, ist nicht überwältigend.  Viele Pässe kommen nicht an, insbesondere Steilpässe.  Querpässe werden oft hochgeschlagen, so dass der Mitspieler Schwierigkeiten hat, den Ball unter Kontrolle zu bringen.  Fehlpässe sind die Folge und die Norm.  Wie so etwas im bezahlten Profi-Fußball vorkommen kann ist eigentlich unverständlich.  Selbst Rückpässe zum Torwart kommen selten genau an.  Es zeigt wieder einmal, das Wesentliches im gegenwärtigen System nicht geübt wird.

Powerfußball:  Auch die Technik der Passes mit der Innenseite wird für einige Wochen im Seminarraum geübt, bis sie voll beherrscht wird.   Dann übt der Spieler den Pass jeden Arbeitstag ungefähr 500 mal pro Tag auf dem Platz und 200 mal im Kopf.  Das resultiert in ungefähr 500 Pässen pro Tag.  Dazu kommen 200 mental gespielte Pässe, die Nachgewiesenerweise den gleichen Effekt als aktuelle Pässe haben, also 14.000 Pässe pro Jahr.  Das Resultat:  Pässe, die immer flach gehalten werden, kommen fast immer haargenau am Fuß des Mitspielers an.  Dazu ist das Spiel im Powerfußball nach vorn gerichtet.  Die meisten Pässe sind also Steilpässe.  So wird es üblich sein, Spieler mit einem oder zwei Steilpässen in Torschussposition zu bringen, von wo sie dann abziehen können.  So wird die Torquote in jedem Spiel hoch sein.

Täuschungsübungen

Gegenwärtig:   Sogar als Zuschauer weiß man fast immer, wo der nächste Pass hingeht.  Er wird durch Körperhaltung avanciert.  Daher kommt er oft nicht an, denn er Gegner ist vorbereitet.  Das Gleiche ist beim Torschuss der Fall.  Der Torwart weiß meist, wo der Ball hingeht. 

Powerfußball:   Immer, bei jeder Ballabgabe, wird getäuscht!  Der Gegner wird also immer überrascht sein.  Er wird sich nicht auf die Richtung des nächsten Passes oder Schusses einstellen können.  Will ein Spieler links passen, verlagert er seine Haltung und Sichtweise nach rechts.  Das gilt für alle Bewegungen, auch für Elfmeter, Einwürfe, Standardsituationen.  Sun Tsu (ca. 500 v. Chr.) ist der Meister der Täuschungsmanöver.  Es gibt viele davon.  Die Aufgabe für die Spieler ist, sie optimal einzusetzen.  Das Ziel ist, den Gegner laufend zu überraschen.

Drittäugig sehen

Gegenwärtig:   „Drittäugig sehen“ ist ein Ausdruck, der besagt, dass ein Spieler eigentlich drei Augen braucht (ein Seitwärtsauge), um zu jeder Zeit das Spielgeschehen – wer wo steht, und wie er daher selbst stehen muss – zu überschauen.  Das haben gegenwärtig nur wenige Spieler und auch nur zeitweilig, in „klaren Momenten“.   Hat man keine Übersicht, kann man den Ball nicht optimal weiterleiten.  Henri, Ronaldinho und Zidane (übrigens alle drei reine intuitive Spieler) haben häufig, aber nicht immer, diese Übersicht, weil sie diese Fähigkeit nicht bewusst gelernt haben; sie schlummert nur in ihnen.  Also spielen fast alle Spieler gegenwärtig mit „nur“ zwei Augen.

Powerfußball:   Um eine organische Taktik anwenden zu können, muss ein Spieler „drittäugig“, also dreidimensional, basiert auf Raum und Zeit, sehen lernen.  Auf dem Spielfeld ist die Frage immer die gleiche:  „Wenn ich jetzt den Ball bekomme, wie kann ich ihn im Schnellpass (one touch) so weitergeben, dass mein Pass (a) idealerweise direkt zum Torschuss führt oder (b) dass ich ihn zu einen Mitspieler weitergebe, der so gut steht, dass er zum Torschuss kommt.  Jeder Spieler muss also total konzentriert sein, über 90 Minuten, dass er nicht nur an seinen eigenen ideal gespielten Pass denkt, sondern auch, in der zweiten Stufe, an die höchste Chancenverwertung des angespielten Spielers.  Das hört sich kompliziert an, kann aber mit der Zeit gelernt werden.  Lernen die Spieler drittäugig zu spielen, wird das Spiel ganz anders aussehen:  alle Aktionen werden blitzschnell ausgeführt, so dass der Gegner gar nicht zum Denken und zur Reaktion kommt. 

Standardsituationen

Gegenwärtig:  Ein guter Prozentsatz der Tore kommt durch Standardsituationen zustande.  Das ist eigentlich ein Armutszeugnis für das jetzige taktische System.  Ein guter Teil des Trainings wird mit dem Üben von Standardsituationen verbracht.  Das sind hauptsächlich Strafstöße in Tornähe und Strafstöße, die in den Strafraum geschossen werden.  „Wo soll der Ball hingehen“ ist eine Frage und „Wie sollten wir dann stehen“ ist die zweite Frage.  Direkte Schüsse in Tornähe führen schätzungsweise in einem von fünf Fällen zum Tor, Flanken in den Strafraum in einem von zehn Fällen.  Den Ball einfach hoch in den Strafraum zu schießen und aufs Beste zu hoffen, ist ja eigentlich auch nicht sehr erfindungsreich.  Aber so machen es alle Vereine.  Das nennt man Glücksfußball; nichts ist herausgespielt.

Powerfußball:  Im Powerfußball werden Standardsituationen wie Torschüsse oder Flanken behandelt.  Maximierung der Torschusschance ist das Anliegen.  Alle Strafstöße, die aus 30 Metern oder weniger ausgeführt werden, werden direkt aufs Tor geschossen und haben eine 50%ige Chance zum Tor zu führen.  Strafstöße aus der Mitte des Spielfeldes werden wie normale Pässe behandelt.  Ziel ist, in Torschussnähe zu kommen und dann in Folge gelernter Techniken, Überlegungen und anderen Methoden kräftig „draufzuknallen“, um als Sieger hervorzugehen. 

Eckbälle

Gegenwärtig:  Wenn Eckball gepfiffen wird, geht ein Raunen durch die Menge.  Man hofft, dass die hohen Flanken zum Tor führen.  Einer von sieben Versuchen resultiert in einem Kopfballtor. Vor dem Schuss, um sich in Position zu bringen, gibt es ein wildes Gedrängel und Gehschubse, ohne jegliche Logik. 

Powerfußball:  Eckbälle werden wie Pässe behandelt.  Die eigenen Spieler stehen breit gefächert vor dem Tor.  Die Pässe werden flach, hart und genau zu Mitspielern gepasst, die in guter Schussposition stehen.  Jeder dritte Eckball führt zu einem Tor.

Einwürfe

Gegenwärtig:  Die Spieler lassen sich Zeit beim Einwurf.  In vielen Vereinen ist ein Spieler für die Einwürfe (pro Seite) verantwortlich.  So hat der Gegner genügend Zeit, die eigene Abwehr bestens zu organisieren.  Auch werden die meisten Einwürfe auf den Kopf der Mitspieler geleitet, der ihn dann mit großer Wahrscheinlichkeit mit dem Hinterkopf an den Gegner weiterleitet. 

Powerfußball:  Einwürfe werden blitzschnell von dem Spieler, der dem Ball am nächsten ist, ausgeführt.  Der Ball landet auf dem Fuß des Mitspielers, der ihn im one-touch weiterleitet.  Der Gegner hat keine Zeit sich zu reorganisieren.

Torwart

Gegenwärtig:  Der Torwart behütet das Tor.  Hält er einen Ball, drückt er ihn an den Körper und sieht sich rundum um.  Fühlt er sich nicht bedroht, geht er mit dem Ball langsam zur 16-Metergrenze, sieht sich das Spielfeld an, winkt den Spielern zu, sie sollten nach vorn gehen, und schießt den Ball dann hoch in den gegnerischen Strafraum, meist zum Gegner.  Oliver Kahn verkörpert diese Sichtweise.

Powerfußball:  Der Torwart fängt den Ball und läuft blitzschnell zur Strafraumgrenze.  Er wirft den Ball flach zu demjenigen Mitspieler, der die beste Gelegenheit hat, den Ball zum Torschuss weiterzuleiten.  Anders ausgedrückt, im Powerfußball hat der Torhüter eine Doppelfunktion:  er verhindert Tore und leitet Tore ein, denn er hat die beste Übersicht.  Dies macht den Torwart zum wertvollen Mitspieler.

Dribbeln

Gegenwärtig:   Der Spieler bekommt den Ball zugespielt.  Er sieht, bei flachen Bällen, runter und bekommt ihn unter Kontrolle.  Dann guckt er hoch und sieht sich um.  Sieht er keine Anspielstation, guckt er wieder runter und läuft mit dem Ball.  Wird er angegriffen, versucht er den Gegner zu umdribbeln.  Kommt ein zweiter, versucht er es wieder.  Beim dritten Gegner verliert er meist den Ball.

Powerfußball:  Dribbeln ist die langsamste Art, den Ball zu bewegen.  Im Powerfußball gibt es kein Dribbeln, auch keine Ballannahme, denn beide Arten verschwenden Zeit.  Der Ball wird im one-touch weitergespielt, und zwar an den Mitspieler, der am günstigsten zum Tor steht.
  

B

Gegenwärtig:    

Powerfußball: 

 

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